Gehälter Juristen: Die Frage nach dem Gehalt

11.03.2009

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Die Höhe der Gehälter in Großkanzleien ist für Berufseinsteiger oft mehr eine Frage der Kanzleikultur als Gegenstand von Verhandlungen. Denn die Verhandlung über das Einstiegsgehalt spielt in den großen Kanzleien eine eher untergeordnete Rolle.

Großkanzleien gehören zu den beliebtesten Arbeitgebern für angehende Juristen. Es handelt sich hierbei um – oft multinationale – Anwaltsgesellschaften mit Jahresumsätzen im sechsstelligen Millionen- oder sogar Milliardenbereich. Gern wird die Anekdote über den Berufsanfänger erzählt, der in seinem ersten Interview die Aushändigung des Sozietätsvertrags zwecks Beurteilung seiner langfristigen Verdienstmöglichkeiten verlangte. Wie das Bewerbungsgespräch ausging, ist indes nicht überliefert.

Angehende Rechtsanwälte haben es zwar nicht ganz so leicht wie ihre Kollegen im öffentlichen Dienst, die ihr zukünftiges Gehalt gleich im Gesetz nachschlagen können. Generell spielt die Verhandlung über das Einstiegsgehalt in den großen Kanzleien aber eine eher untergeordnete Rolle. Der Bewerber weiß in aller Regel, was er erwarten kann und wie hoch sein Marktwert ist, denn die in Großkanzleien gezahlten Gehälter werden in den gängigen Fachpublikationen veröffentlicht. Die Angaben sind in aller Regel aktuell und vermitteln einen realistischen Marktüberblick. Statt direkt nach dem Einstiegsgehalt zu fragen, würde ein gut informierter Bewerber deshalb das Thema entweder überhaupt nicht von sich aus ansprechen oder allenfalls um Bestätigung der veröffentlichten Zahlen bitten.

Quelle: Staufenbiel vom 11.03.2009


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