In den USA sorgte in dieser Woche ein Prozess für Aufsehen: Eltern beschuldigen ein Spitalteam, ihren hospitalisierten Sohn vorsätzlich getötet zu haben, um seine Organe entnehmen zu können.
In dieser Woche begann im U.S. District Court von West Pennsylvania ein lang erwarteter Prozess: Michael und Teresa Jacobs beschuldigen die Ärzte eines Spitals, ihren Sohn Gregory umgebracht zu haben. Der 18-Jährige erlitt vor zwei Jahren einen Snowboardunfall und zog sich dabei schwere Hirnverletzungen zu.
Die Eltern sind fest davon überzeugt, dass das Klinikpersonal Gregorys Tod absichtlich herbeigeführt hatte, indem überlebenswichtige Massnahmen vernachlässigt wurden oder erst garnicht zum Einsatz kamen. Mitunter soll der Beatmungsschlauch herausgezogen worden sein, der letztendlich – so die Kläger – zum Erstickungstod des jungen Mannes geführt haben soll. Dabei wurde – so die Anschuldigung – ein Ziel verfolgt:
Die Entnahme der intakten Organe des Teenagers.
Das Ehepaar Jacobs kritisiert, dass ihr Sohn vor Einleitung der Organentnahme nicht offiziell für hirntod erklärt wurde. “Tatsächlich hiess es, Gregory sei für tot erklärt worden – er würde sich nicht mehr erholen. Aus diesem Grund hatten die Eltern eine Erklärung unterschrieben, die den Ärzten die Orangentnahme erlaubt”, sagt der Anwalt des Klägerpaars, Dennis Boyle in einem Interview mit “ABCnews.com” und ergänzt: “Greg war definitiv nicht hirntod”.
Quelle: 20min vom 07.03.2009

Comments on this entry are closed.