“Ich habe nichts zu verlieren. Diesen Kampf habe ich verloren, aber die Schlacht entscheidet sich erst viel später.” Bilder von der Familientragödie in Bad Bramstedt.
Was war das für ein Mensch, der seine eigene Familie und sich selbst tötet? Was ist im Leben von Rüdiger W. (38) geschehen, dass Verzweiflung und Aussichtslosigkeit übermächtig wurden und er nicht mehr an ein lebenswertes Leben glaubte? War die Gewalttat vorhersehbar, bei der der Familienvater vor wenigen Tagen seine Frau Jennifer (33) und ihre beiden Kinder mit in den Tod riss?
Doch es gibt auch einige Antworten. Dem Abendblatt liegt exklusiv das Internet-Tagebuch (Blog) des Familienvaters vor – mit Einblicken in die Seele eines Verzweifelten. Ein gefühlvoller, aber auch ein kämpferischer Mann ist zu erkennen, der die Trennung von seinem sieben Jahre alten Tom (Name geändert) nicht verkraften konnte.
In seinem ersten Eintrag schreibt W. am 14. Juli 2006: “Dies ist mein erster Blog im Netz, wow. Meine Gedanken werde ich hier hineinschreiben, bestimmt nicht immer schön, aber ganz bestimmt nicht mit Rücksicht auf andere. Die Gedanken sind frei!”
Quelle: Abendblatt vom 25.02.2009

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