Die Bahn will nicht weiter gegen Blogger Markus Beckedahl vorgehen. Das ist ein schöner Sieg für die Pressefreiheit.
Das zuvor unveröffentlichte Protokoll über die Bahn-Schnüffeleien gegenüber ihren Mitarbeitern bleibt also online einsehbar (netzpolitik.org). Der Vorgang ist ein schönes Beispiel, wie Zensurbemühungen im Internet nach hinten losgehen können.
Vor der Abmahnung durch die Bahn wurde das brisante Dokument knapp 3.000-mal aufgerufen, nach der Abmahnung binnen zweier Tage 60.000-mal. Andere Blogger und die Grünen hatten es zudem auf ihren Seiten ebenfalls veröffentlicht, die Bahn hätte also auch gegen diese vorgehen müssen – was aber auch nicht viel gebracht hätte, weil das Protokoll inzwischen schon auf Tauschbörsen kursierte.
Quelle: taz vom 09.02.2009

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