Fall Florian Busch: Verlierer auf allen Seiten

4.12.2008

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Florian Busch darf sich freuen. Und der Nationalspieler von den Eisbären darf weiter unbehelligt seine Kreise ziehen – obwohl er am 6. März einen Dopingtest verweigert hatte. Dass der Profi mit diesem Vergehen so billig (er muss nur eine Geldstrafe von 5.000 Euro bezahlen) davonkommt, liegt an dem Verband, für den er über das Eis schlittert.

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat es versäumt, den aktuellen Code der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) in sein Regelwerk aufzunehmen und eine Athletenvereinbarung mit Busch zu unterzeichnen. Nun bekommt der Verband die Quittung für seinen gleichermaßen laxen wie naiven Umgang mit den gängigen Anti-Doping-Statuten: Das Schiedsgericht konnte Florian Busch fast neun Monate nach dem verweigerten Test nicht adäquat bestrafen. Das ist nicht nur eine Niederlage für den DEB, sondern offenbart einmal mehr das Kompetenzproblem der Nada. Sie setzt zwar Richtlinien fest, doch deren die Umsetzung obliegt den jeweiligen Verbänden. (…)

Quelle: Tagesspiegel vom 03.12.2008


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